Der Standort

Fünf Gemeinden zählen zum Gebiet des Valpolicella classico, dem am Fuße der Monti Lessini liegenden Landstreifen, der sanft nach Verona hin absteigt und dessen südliche Grenze zum größten Teil mit der Etsch übereinstimmt. Dieses Gebiet ist stark vom Weinbau geprägt. Bereits im V. Jh. v. Chr. soll hier ein Wein namens „Retico“ erzeugt worden sein, den Dichter, Geschichtsschreiber und Philosophen jener Epoche derart schätzten und in den höchsten Tönen lobten, dass man ihn an der Tafel des römischen Kaisers Tiberius sogar als Köstlichkeit reichte.

Darf sich der Valpolicella auch eines illustren Vorfahren rühmen, so stehen ihm der Recioto und der Amarone in nichts nach. Unter dem Namen „Acinatico“ kannten und wussten ihn bereits König Teoderich
und seine Nachfolger ab dem IV. Jh.n.Chr.zu schätzen. Die Wurzeln der unbestrittenen Güte dieser Weine sind nicht nur in der Geschichte sondern auch in den pedoklimatischen Eigenschaften des Gebietes zu suchen. Die Böden sind moränischen Ursprungs, von mittlerer Struktur, steinig und lehmig. Aufgrund der leichten Höhenlage wird das im mittelöstlichen Teil der venetischen Poebene vorherrschende gemäßigte Klima abgemildert.