Im weinkeller

Der Amarone della Valpolicella hat sich aus dem Recioto heraus entwickelt. Ursprünglich stellte man im Valpolicella nur den Recioto her. Aufgrund der im Laufe der Zeit eingetretenen Jahreszeitenveränderungen brachten die Trauben fortschreitend einen erheblich trockeneren Wein im Vergleich zum ursprünglichen hervor. Auf diese Weise entstand der Amarone. Sein Name leitet sich vom italienischen Wort „amaro“ ab, was auf Deutsch „bitter“ bedeutet, eine Bezeichnung, die er wegen seines charakteristischen leicht bitteren Geschmacks erhalten hat.

Wie beim Recioto, werden nur vollkommen gesunde Corvina-, Rondinella- und Molinara-Trauben, die in der letzten September- und in der ersten Oktoberdekade geerntet werden, selektiert. Das Rosinieren erfolgt in Holzkisten, die in Räumen aufgestellt werden, deren Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation überwacht werden. Dort verlieren die Trauben während des Trocknens etwa 40% ihres Anfangsgewichtes. Im Januar erfolgt die Abbeerung und die Trauben werden eingemaischt. Nach der Gärung in Stahlfässern reift der Wein in Eichenholzfässern mindestens 36 Monate und in der Flasche weitere 6 Monate.